wunder-same häutung

Galerie die Schöne, Wien, Austria, 2015

Wenn Nietzsches Annahme zutrifft, dass die Kunst dem Menschen hilft, sich das Ganze des Daseins bewusst zu machen, so ist sie wohl eines der wichtigsten Mittel einer sensiblen Annäherung an die kaum fassbaren Zwischenräume des Lebens. Diese Zwischenräume stehen im Fokus der Arbeiten von Sylvia Kummer und verhandeln in einem Crossover der Medien Themen wie Identität, Innen- und Außenwahrnehmungen sowie die Frage nach dem eigenen Selbst – und das oft auf eine sehr direkte und eindrückliche Art und Weise.  Sylvia Kummer ist eine Reisende und selbst dann wenn sie sich nicht in den entlegenen Gebieten der Welt aufhält, erkundet sie die Orte ihrer unmittelbaren Arbeitsumgebung – um – ja um Geschichten zu sammeln, gesellschaftliche Konnotationen zu hinterfragen, diese aufzuzeigen und Verborgenes an die Oberfläche zu bringen.

Textausschnitt von Silvie Aigner aus dem Buch Sylvia Kummer, lebenshäute, hrsg. 2012

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